Limesrundgang online

Kunstobjekt "Runenstein"

Seit der Limeswanderung 2012 steht am Rand des Pohlheimer Waldes der sogenannte Runenstein. Der 1.90 hohe und 1.25 breite Eichenholzblock ist in der Art nordgermanischer Runensteine mit Runen und Ornamenten verziert.

 

Ein Gruß aus dem Norden

Im Norden: Runen als Kommunikationsmittel

Die Verwendung von Runenschriften auf Steinen lässt sich in Skandinavien von etwa 400 bis 1400 n. Chr. belegen. Im Norden dienten die Runen als richtige Schrift, mit der Gesetzestafeln, Grabmale und die Runensteine beschrieben wurden. Auch im Handelsverkehr spielte die Runenschrift eine wichtige Rolle. Runensteine waren vor allem Gedenksteine für Verstorbene oder Gefallene.

Im Süden: Runen als Schmuckelement

Im südlichen Teil Nordeuropas, etwa bei den Angelsachsen oder den Germanen im Süden, wurden die Runen und Ornamente mehr zu dekorativen Zwecken eingesetzt. Schmuckstücke mit Runen wurden möglicherweise auch magische Eigenschaften zugeschrieben.

Weiterverwendung

Viele Steine mit Runeninschriften wurden später in anderen Bauten vermauert - ein Schicksal, dass sie mit antiken Inschriften teilen.

 

Runenschrift von F bis X

Das FURTHARK-Alphabet
FURTHARK

Eines der älteren Runenalphabete wird nach seinen Anfangsbuchstaben FURTHARK genannt. Es besteht aus 24 Zeichen. Später wurde es durch andere Zeichen erweitert oder um Zeichen gekürzt. Die Schriftrichtung ist nicht einheitlich.